DIY Zeltbahn aus Youtube – Schnittmuster und Details

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DIY Zeltbahn - Baumwolle
Lesezeit: 4 Minuten
Servus!
Auf mehrfachen Wunsch habe ich nun für Euch alle Daten aus meiner DIY Zeltbahn zusammengefasst und möchte diese hier nun mit Euch teilen. Genau geht es um diese Zeltbahn hier:

Verwendete Materialien

Jetzt gehts erst einmal an die Auflistung de verwendeten Materialien und meine Bezugsquellen.

  • Dach: Oilskin Baumwolle 440g/qm
  • Seitenwände: Etaproof 2. Wahl 170g/qm
  • Schlaufen: 25mm breites Baumwollgurtband
  • Ringe: D-Ringe aus Metall in schwarz
  • Nähgarn: Bauwollgarn mit hoher Reißfestigkeit
  • Imprägnierspray für die Ränder am Boden

Bezugsquellen:

Extremtextil.de

snaply.de

Die Gesamtkosten liegen ungefähr bei 180 Euro, kein Schnäppchen aber etwas Besonderes :-). Natürlich kann für die Seitenwände auch ein normales Baumwollgewebe gewählt werden, dieses ist viel günstiger als Etaproof.

Werkzeug

  • Durchschnittliche Nähmaschine
  • Gute Schere
  • Maßband/Zollstock
  • schwarzer Edding
  • Stecknadeln/Sicherheitsnadeln

Anleitung

Als Vorbereitung wäre ein Raum von Vorteil, in dem sich die Zeltbahn komplett am Boden ausbreiten lässt. Natürlich ist hier das “Dach” gemeint. So lässt es sich beim Zuschnitt sowie beim vernähen der einzelnen Teile leichter arbeiten. Bevor wir nun anfangen müssen wir natürlich die benötigten Stoffe zuschneiden. Bei jedem Maß sind 7cm mehr eingerechnet, da die Ränder gesäumt werden müssen, um nicht auszufransen. Hierfür werden die Ränder doppelt umgelegt (wie in der Skizze zu sehen). Aber dazu später mehr. Wichtig zu wissen: Ganz genau muss es nicht sein, da der Stoff bei dieser größe den ein oder anderen Zentimeter verzeiht ;-).

Die Abmessungen

Das Dach als “Rohmaterial” hat eine Fläche von 230 x 150 cm (Wichtig: Die Ränder sind doppelt umgenäht und somit verkürzt sich pro Kante das Maß um ca. 5 cm) und ist aus Oilskin Baumwolle. Diese ist mit Wachs und Öl behandelt und somit sehr wasserabweisend (Achtung, hier kein Lagerfeuer drunter machen!). Das Endergebnis ist so ein Maß von 220 x 140 cm. Die Seitenwände sind noch etwas nach innen gerückt, um einen leichten “Dachüberstand” zu erreichen. Vorne bei dem “Lappen”, der variabel zu verstellen ist, ist der Überstand noch größer für Sonnen- und Regenschutz auf die offene Seite.

Die nutzbare Grundfäche ergibt so ein Maß von 210 x 90 cm! Das Vordach hat ungefähr noch zusätzliche 30 cm. Die Höhe am tiefsten Punkt sind innen 70 cm und an der vorderen Kante der Seitenwand etwa 120 cm, was zum gemütlichen Sitzen locker ausreicht.

Die Fläche reicht aus, um sich mit einer breiten Isomatte und der Ausrüstung gegen Witterung zu schützen. Für eine Tagestour mit etwas Lagern gehen locker zwei Personen rein :-).

Nun gehts zu den Seitenwänden. Diese drei Seiten wurden direkt aus einem Stück herausgeschnitten und vernäht. Hierfür ist der Etaproof Stoff im Einsatz. Benötigt wird eine Stoffbahn mit der Länge von 4 cm (- 10 cm Rand gesamt, 5 cm pro Seite), die Breite bzw. Höhe ergibt sich automatisch mit 150 cm Rollenbreite. Nun müssen wir das ganze natürlich zurechtschneiden und das sieht dann so aus:

Rohschnitt Seitenwände

Wenn die Wände so zugeschnitten sind gehts an die Randeinfassung. Unten wirds dann ca. 5cm kürzer und oben natürlich auch. Die Randeinfassung sollte so aussehen, damit sich der Stoff nicht auflöst:

Vernähen von Dach und Wand

Nun vernähen wir die Wände mit dem Dach. Hierbei rücken wir beim Dach von der Rückseite etwa 5cm ein und auch an den Seiten, um den kleinen Überstand zu gewährleisten, ähnlich wie bei einem Haus. Die Nähkante kann entweder nach innen oder außen genäht werden, je nach optischen Geschmack. Ich hab sie nach innen gelegt. Jetzt heißt es erst mal anheften und dann auf ganzer Linie vernähen. und das ordentlich.

Wie Ihr meinem Video entnehmen könnt, habe ich auch einige Ösen angebracht. Da gehe ich jetzt nicht näher drauf ein, da das nach belieben stattfinden kann. Einer mag mehr, ein anderer weniger Befestigungsmöglichkeiten. Auch kleine Taschen und Haken können nach Wunsch mit eingebracht werden. Meine Lösung ist ja im Video zu sehen und bis jetzt komme ich damit super zurecht und vermisse keine Befestigungspunkte.

Tipp: Immer Metall-D-Ringe verwenden. Diese verschleißen nicht so schnell und beim spannen mit Schnüren ist die Reibung niedriger :-).

Ich hoffe, ich konnte mit dem Beitrag allen “DIY Bastlern” eine Hilfe sein. Gerne dürfte Ihr in den Kommentaren Fragen stellen, falls es noch welche gibt und diese werde ich dann beantworten und noch weitere, ggf. fehlende Punkte im Beitrag ergänzen!

Euer Naturbursche

Markus

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