Das KAD18x von KAD KNIVES – Vier Wochen mit dem Klappmesser – Erfahrungsbericht

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Die Firma KAD KNIVES hat mich kontaktiert und mich gebeten, eines ihrer Messer zu testen, genauer gesagt das KAD18x mit hellbraunen Holzgriffschalen. (Deshalb kennzeichne ich diesen Beitrag hiermit als Werbung #Transparenz). KAD Knives ist ein relativ junges Unternehmen mit Sitz in Deutschland, gegründet 2019 und besteht aus drei Personen mit der frühen Leidenschaft zu Messern, die nun ihre Ideen für die Allgmeinheit zugänglich machen. Natürlich nur vorstellen geht bei mir nicht und darum hab ich das Messer genauer unter die Lupe genommen. Angekommen ist es recht zügig, ordentlich verpackt und nach einem Armtest auch rasiermesserscharf. Hier noch ein paar Daten zum KAD18x:

Das Messer hat eine Gesamtlänge von 19,7 cm wovon 8,5 cm für die Klinge anfallen. Somit kann es gesetzeskonform am Körper getragen werden. Es kommt mit vier verschiedenen Holzfarben (Wenige, Padouk, Sapelli oder Zebrano) zur Auswahl und in einem kleinen Lederetui mit Gürtelschlaufe. Auch der Stahl ist natürlich wichtig. Es handelt sich um einen rostfreien 1.4116 Stahl, der auch oft für Küchenmesser Verwendung findet. Die Härte beläuft sich hierbei auf 56 bis 58 HRC. Die kosten für das Klappmesser KAD18x belaufen sich zum Zeitpunkt des Tests auf knapp 46,- Euro. Aber jetzt genug von den technischen Daten, gehen wir zu den wichtigen Punkten, zu meinen Erfahrungen bei unterschiedlichsten Anwendungen.

Was habe ich damit alles angestellt?

Natürlich soll ein Messer dieser Art nicht nur einen Bereich gut können sondern meiner Meinung nach überall etwas mitmischen können. Somit habe ich es im Alltag sowie auch bei meinen Waldläufer-Abenteuern mitgeführt. Ich habe damit meine Brotzeit „verarbeitet“, beim Kochen die Zutaten geschnitten (egal ob Gemüse, Obst oder Fleisch), mal hier und da ein Stück Schnur durchgeschnitten, geschnitzt, gebohrt und sogar des Öfteren einen Feuerstahl damit angerissen (was in diesem Video auf meinem YT-Kanal zu sehen ist). Da ich ein bis zweimal die Woche im Wald oder beim Wandern unterwegs bin, konnte ich eine gute Mischung zwischen Alltagsgebrauch und Nutzung während meines Hobbys erzielen.

Meine Erfahrungen, mein Eindruck…

KAD Knives - KAD18x - Test - Review - Erfahrungsbericht - Folder_0005Zunächst müssen wir das ganze mal klassifizieren. Es handelt sich hier um ein Klappmesser im Bereich um die 50,- Euro, somit kein Preissegment für Billigschrott aus Fernost aber auch kein Highend-Custom Knife in der obersten Klasse. Ich würde sagen wir bewegen uns hier etwas in der Kategorie etwas unterhalb von unseren allbekannten Messerchen aus der Schweiz ;-). Nun genug gelabert…

Mein erster Eindruck war weitestgehend positiv, beim ersten Anfassen lag es gut in der Hand und machte einen wertigen Eindruck. Gleich mal aufgeklappt… hierbei stellte ich gleich mal fest, dass der Mechanismus um einiges strenger geht als bei anderen mir bekannten Foldern, was mich aber nicht störte. Zudem hat das KAD18x noch eine 90 Grad Position, bei der die Klinge kurz einrastet und dann natürlich noch die voll ausgeklappte Position. Hier wackelt nichts und die Klinge bleibt da, wo sie hingehört.  Auch die Nagelmulde zum Aufklappen ist großzügig gestaltet und lässt sich somit gut erreichen.

Die Griffschalen sind ordentlich verarbeitet, sitzen fest und bieten einen vernünftigen Halt. Eventuell hätte ich das Holz noch etwas geölt, somit würde es mit dem großen Mosaikpin in der Mitte noch etwas edler wirken. Macht aber nichts, kann man ja bei Bedarf selber nachholen. Nach längerem Benutzen stellte ich fest, dass einige Stellen etwas kantig sind. Damit meine ich im konkreten die kleine Fingermulde unten an der Klinge. Bei etwas gröberen Arbeiten wie schnitzen merkt man das doch schnell am Zeigefinger. Wenn wir schon beim Schnitzen sind, das funktioniert trotz der Klingengeometrie ganz ordentlich im dafür vorgesehenen Rahmen (Mal einen Ast anspitzen, ein kleinen Loch ins Holz bohren oder zur Not auch Locken für Zunder machen). Zu normalen Arbeiten wie der Zubereitung von Nahrungsmittel, mal einen Apfel schälen oder ein Stück Paracord durchschneiden brauche ich nicht viel sagen. Das erledigt das Messer ohne Probleme. Durch die etwas niedrigere Klingenhärte wird KAD18x etwas schneller stumpf als andere, lässt sich aber im Gegenzug umso leichter wieder nachschärfen. Das ist oft Geschmackssache…

Vermisse ich etwas am Messer? Ja, was mir wirklich fehlt ist eine Öse, um ein Lanyard oder Ähnliches anzubringen. Egal ob als Rohrpin im Messer oder als kleine Lasche am Ende, das würde ich mir als größten Kritikpunkt wünschen. Zur Lederscheide möchte ich nicht viel sagen, für diese Preisklasse kann ich natürlich keine edle Hülle erwarten. Die Scheide ist ordentlich Vernäht (ohne versenken der Naht) und das Messer sitzt gut und hält. Lediglich wäre mir hier noch aufgefallen, dass die Färbung bis unter die Gürtelschlaufe geht oder gleich ein schwarz gefärbtes Leder verwendet wird.

Hier nochmal im Überblick:

Pro

  • Preis/Leistung passt für mich soweit, teurer dürfte es aber nicht sein
  • Erledigt alltägliche Aufgaben ohne Probleme
  • Gute Arretierung der Klinge
  • Sehr gute Auslieferungsschärfe
  • Handlich und durch die Naturhölzer mit Mosaikpin ein schönes Erscheinungsbild
  • Inklusive Lederetui mit Gürtelschlaufe
  • Großzügige Nagelmulde
  • Durch den sehr scharfen Klingenrücken sehr gut geeignet für das Entzünden eines Feuerstahls (Messer dabei nicht ausklappen, keine Feststellung!)

Contra

  • Etwas scharfkantig an der kleinen Mulde für den Zeigefinger
  • Öse für ein Lanyard fehlt
  • Die Färbung des Lederetuis könnte etwas genauer sein

Fazit zum KAD18x

KAD Knives - KAD18x - Test - Review - Erfahrungsbericht - Folder_0005Das Messer macht für mich einen Vernünftigen Eindruck, und man bekommt für die Preisklasse unter 50 Euro einen guten Allrounder. Durch den Mosaikpin und die verwendeten natürlichen Hölzer ist es auch ein Stück für die Vitrine, was für Sammler interessant sein dürfte. Aufgrund der Größe und des Gewichts bietet sich das Messer auch als EDC für die Hosentasche an und reicht für die meisten Aufgaben völlig aus. Die verbauten Holzgriffschalen gehören hin und wieder mit etwas Öl gepflegt und niemals in den Geschirrspüler, die Klinge ist dagegen sehr unempfindlich gegen Witterungseinflüsse. Würde ich mir das Messer kaufen? Ja, wenn die etwas scharfen Kanten zukünftig noch nachgearbeitet werden und ich mehr Interesse an Foldern bekomme (wer mich kennt, ich steh auf Fixed Knives 😉 ) . Der scharfe Klingenrücken hingegen ist der Hammer (Feuerstahl!!!!). Für mich persönlich ist das Lederetui zu vernachlässigen. Über eine Langzeiterfahrung mit dem Messer möchte ich natürlich nicht berichten, da das in vier Wochen garnicht möglich ist und ich natürlich noch viele Messerchen daheim habe, die auch verwendet werden wollen. Meiner Meinung nach dürfte aber das Messer bei korrekter Benutzung sehr lange Freude bereiten.

Ich hoffe, ich konnte Euch etwas Einblick in das Klappmesser von  geben und bedanke mich an dieser Stelle bei KAD Knives, die mir das Messer kostenlos zur Verfügung gestellt haben. #transparenz

Bis Bald

Euer Naturbursche

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